1. Tafelbild auf der linken Seite oben: Martyrium des heiligen Apostels ANDREAS (wohl als Reverenz gegenüber dem Pfarrpatron der Pfarrkirche im Markt gedacht).
2. Tafelbild auf der linken Seite unten: Martyrium des heiligen DIONYS (Schutzpatron Frankreichs,- Nothelfer – Reverenz gegenüber der Kirche der Benediktinerabtei Saint Denis, in der Reliquien des Heiligen bestattet sind).
3. Tafelbild sowie das vierte rechts außen: Martyrium des heiligen Bischofs EMMERAN (Sankt Wolfgang ist in der Krypta von Sankt Emmeran in Regensburg begraben).
Die vier Tafelbilder in der Mitte: beinhalten das Leben des heiligen Wolfgang.
Das 1. links oben: Wolfgang, der Benediktinermönch und Missionar wird zum Bischof von Regensburg geweiht.
Das 2. links unten: Bischof WOLFGANG im aktiven Kampf mit den sittenlosen, heidnischen, gottlosen, teuflischen Mächten und Zuständen seiner Zeit (Bild im Vordergrund).
Bild im Hintergrund: Wolfgang führt neben seiner harten Arbeit als Hirte ein Gottverbundenes Leben.
Das 3. Bild rechts oben: Wolfgang auf der Flucht vor dem empörten Bayernherzog Heinrich dem Zänker (dessen Kinder er erzogen hatte); um dem Kaiser Otto II. die Treue halten zu können, weicht Wolfgang in die Gegend des Mondsees – Abersee – in das heutige Oberösterreich aus, und führt hier das Leben eines Einsiedlers.
Das 4. Bild rechts unten: Eine Abordnung seiner Diözese sucht und findet St. Wolfgang; sie kann den Bischof zur Rückkehr zur Arbeit nach Regensburg besonders mit folgen dem Argument bewegen: Ohne Bischof ist das sittlich, religiöse, kirchliche Leben vom Zusammenbruch und Einsturz bedroht – Zeichen dafür: die schiefe Kirche.
Diese Bilder sind Meisterwerke, sowohl in der erfindungsreichen, meist vielfigurigen Komposition, als auch in den sicheren, vorzüglich charakterisierenden Zeichnungen und in der tiefen, satten Farbgebung. In den Landschaften sind entfernte Beziehungen zur Donauschule erkennbar; im übrigen kreuzen sich tirolische mit augsburgschen Einflüssen.
An der Rückwand des Schreins sind von einem anderen Meister die Heiligen: Achatius, Georg und Florian dargestellt und gemalt; an der Rückwand der Predella sind spätgotische Flammenranken im üblichen Meergrün.
An der Predella: sind links ein Bischof, rechts ein Papst... sowie 2 Wappen des Matthäus LANG von Wellenburg.
links: als Bischof von Gurk (1501 – 1522)
rechts: als Erzbischof von Salzburg (1519 – 1540) gemalt.
Matthäus LANG, ein Augsburger, war ein Geheimschreiber Kaiser Maximilians I. und gelangte durch diesen und gewiss auch infolge seiner Tüchtigkeit zu diesen hohen Kirchenämtern. Der Altar lässt sich – den Wappen zufolge – in die Jahre zwischen 1519 und 1522 datieren.
In der Mitte der Predella sieht man die gotischen Schnitzerreliefs des heiligen Dionysius und eines zweiten, nicht näher bekannten, Bischofs.
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